Planet der Affen: Revolution

Dawn of the Planet of the Apes (dt. Planet der Affen: Revolution) ist, wenn man alle zusammenrechnet, bereits der achte Planet-der-Affen-Film. Nach den ursprünglichen fünf, die zwischen 1968 und 1973 entstanden sind, gab es 2001 ein ungeliebtes Remake von Tim Burton und schließlich einen ganz neuen Reboot des Franchise mit dem 2011 entstandenen Vorgänger des neuen Films Rise of the Planet of the Apes dt. Prevolution). Wer es ganz genau wissen will, kann mal hier nachschauen.

Der gesamte Reboot ist quasi als Prequel für die ursprünglichen Filme angelegt, erzählt also die Geschichte vom Aufstieg der Affen zum Herrscher der Erde. Im ersten Teil wurde der Schimpanze Caesar (gespielt von Andy Serkis) durch ein genetisches Experiment intelligent und zum Anführer einer Affenrevolte. Am Ende entkommen die Affen über die Golden Gate Bridge in die Wildnis. Im neuen Film, der zehn Jahre später spielt, wurde die Menschheit inzwischen durch ein Virus dezimiert. In San Francisco kämpft eine kleine Gruppe Überlebender der Seuche ums Überleben und muss unbedingt einen Damm wieder in Betrieb nehmen, um mit Strom versorgt zu werden. Aber der Damm ist just in dem Gebiet, in dem sich die intelligenten Affen häuslich eingerichtet haben.

Der Film folgt an sich recht genau dem Handbuch für den Konflikt charismatischer Anführer gegen hinterlistigen Bösewicht, inklusive Eskalation. Caesar, inzwischen verehrter Anführer der Affen, will um jeden Preis Frieden mit den Menschen, während sein Rivale um die Führerschaft Koba den Menschen misstraut, wohl nicht ganz zu unrecht, und auf Krieg aus ist.

Der Fokus liegt naturgemäß auf den Affen, die menschlichen Charaktere sind etwas blass geraten. Eine Tendenz, die aber wahrscheinlich im bereits geplanten dritten Teil des Reboots fortgeführt werden wird, schließlich müsste am Ende ja logischerweise der Planet der Affen stehen.

Der Film hat mich nicht wirklich überzeugt, obwohl er doch ein großes Arsenal an Hollywood-Emotionen herunterkurbelt: Verrat, Freundschaft, die Liebste auf dem Sterbebett, Vater-Sohn-Konflikt, alles drin, aber unterm Strich ist der Film doch eher leidlich unterhaltsam. Fans der alten Filme sei gesagt, dass die Handlung Parallelen zum fünften Teil hat. Von der ursprünglichen Intension des Ausgangsstoffes ist freilich nichts übrig.

„Dawn of the Planet of the Apes“, USA 2014, R. Matt Reeves D. Gary Oldman, Andy Serkis, Jason Clarke, Keri Russel u.a. Kinostart: 7.August, © 2014 Twentieth Century Fox

Von |2018-11-30T19:11:30+00:001. August 2014|Film|