Das Herz von Jayne Mansfield

Im 23. Jahrhundert baut man Androiden, die wie Filmstars aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aussehen. Einer dieser Androiden, „Rudolph Valentino“, beauftragt den Detektiv Flint Nickels damit, seinen von aller Welt totgeglaubten Erschaffer ausfindig zu machen, damit dieser das Herz seiner ebenfalls androiden Lebensgefährtin „Jayne Mansfield“ reparieren kann.

Obwohl der Ausgangspunkt der Story eigentlich ganz vielversprchend ist, kommt das Hörspiel nicht so richtig in Schwung. Man freut sich an „Blade Runner“, „Westworld“, und natürlich an die Hörspielreihe „Der letzte Detektiv“ erinnert zu werden. Der Autor kennt sich offensichtlich aus und zitiert, was das Zeug hält. Dazu läuft noch der Klassiker „Metropolis“ von Kraftwerk als Soundtrack. Eigentlich eine gute Mischung, aber die Charaktere bleiben dann doch etwas blass und man wünscht sich beim Hören, dem Autor möge bei der Handlung doch etwas Originelles einfallen oder er möge stattdessen etwas unoriginelle Action miteinflechten – vergeblich. Auch das satirische Potential des Plots wird nicht wirklich genutzt. Obwohl ein solcher Ansatz dem Stoff wohl noch am angemessensten wäre.

So bleibt der Eindruck, dass das Hörspiel eine verschenkte Möglichkeit ist. Für Science-Fiction-Fans jenseits von Star Trek ist es aber trotzdem ein Tipp, einfach weil es von dieser Art Hörspiel zu wenige gibt. Regissseurin Petra Feldhoff hat u.a. auch die Hörspiele ‚Vor Sonnenaufgang‘, ‚Die Flüsterer‘ und ’51 Grad West‘ von Bodo Traber inszeniert.

Das Hörspiel läuft am 14.2.2012 auf WDR5, 20.05 Uhr.

„Das Herz von Jayne Mansfield“. WDR, 2003, 56 Min. B. Armin Frost, R. Petra Feldhoff. D. Hanns Jörg Krumpholz, Peter Davor, Alexander Hauff u.a.

Von |2018-11-30T18:22:54+01:005. Mai 2011|Hörspiel|